Gemeinsame Pressemitteilung des fzs und des Bündnisses für Politik-
und Meinungsfreiheit
fzs und das Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit fordern
Absicherung der Verfassten Studierendenschaft im HRG
SPD und Bündnis 90/die Grünen haben in ihrem Koalitionsvertrag versprochen:
"Wir werden das Hochschulrahmengesetz [...] weiterentwickeln und dabei
[...] die verfaßte Studierendenschaft absichern." Nun steht eine
Novellierung des Hochschulrahmengesetz (HRG) an, aber von der Erfüllung
dieses Versprechens keine Spur. Der freie zusammenschluß von studentInnenschaften
(fzs) und das Bündnis für Politik und Meinungsfreiheit begrüßen
und unterstützen deshalb den Gesetzentwurf der PDS zur Absicherung der
Verfassten Studierendenschaft im HRG. Hierzu Veronika Muhr, Vorstandsmitglied
des fzs: "Wie die PDS in ihrer Presseerklärung deutlich betont, haben
SPD und Grüne ihr Koalitionsversprechen, die Verfasste Studierendenschaft
im HRG abzusichern, bis heute nicht wahrgemacht. Dieses Versäumnis muss
nachgeholt werden!"
Die Präzisierung und Erweiterung der Aufgaben der Verfassten Studierendenschaften
im PDS-Gesetzesentwurf wird vom fzs und dem Bündnis für Politik- und
Meinungsfreiheit ebenfalls unterstützt. "Die Studierendenschaften
müssen sich als Teil der Hochschule an der Diskussion über die Auswirkungen
wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie deren gesellschaftliche Grundlagen und
Rahmenbedingungen beteiligen können," so Carmen Ludwig, Geschäftsführerin
des Bündnisses für Politik- und Meinungsfreiheit.
Der fzs und das Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit halten es
für unerlässlich, dass Studierendenvertretungen sich gegen den zunehmenden
Rassismus und Rechtsextremismus engagieren können, ohne dafür mit
hohen Geldstafen belangt zu werden. "Rassismus und Diskriminierung an der
Hochschule kann von StudierendenverterInnen nicht wirkungsvoll bekämpft
werden, wenn sie gezwungen werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und
Ursachen von Rassismus auszublenden," so Muhr.
Die Bundesregierung hat mit der anstehenden Novellierung des HRG zum Personal-
und Dienstrecht die Chance, ihr Versprechen noch in diesem Jahr wahrzumachen
und damit wenigstens teilweise ihren Koalitionsvertrag in Sachen Bildung umzusetzen.
Der fzs und das Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit fordern
die Bundesregierung auf, die gesetzliche Absicherung der Verfassten Studierendenschaft
und die Erweiterung der Aufgaben der Studierendenvertretungen mit der Personal-
und Dienstrechtsreform in den Bundestag einzubringen!
|