Gemeinsame Presseerklärung von Jörg Tauss, Reinhard Loske und dem
Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit
Weitere Änderung des Hochschulrahmengesetzes angekündigt
Jörg Tauss und Reinhard Loske wollen Verfasste Studierendenschaft absichern
Zu einem Runden Tisch trafen sich am 26. September 2001 VertreterInnen des
Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit mit den beiden bildungspolitischen
Sprechern der Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis`90/Die Grünen
in Berlin. Thema der Diskussion war die Novellierung des § 41 im Hochschulrahmengesetz
(HRG), der die Befugnisse der Verfaßten Studierendenschaft regelt. Jörg
Tauss (SPD) und Reinhard Loske (Bündnis`90/Die Grünen) bekräftigten,
dass sie weiterhin an den Zielen des Koalitionsvertrages festhalten. "Wir
werden noch in dieser Legislaturperiode eine Gesetzesinitiative auf den Weg
bringen, um die Verfasste Studierendenschaft im HRG zu verankern und deren Aufgaben
zu präzisieren und zu erweitern", versichert Tauss. Auch Reinhard
Loske hält die Absicherung der Verfassten Studierendenschaften mit erweitertem
Aufgabenbereich für unerlässlich. "Die zahlreichen Klageverfahren
gegen Studierendenvertretungen in den letzten Jahren machen eine Gesetzesänderung
im HRG notwendig. Wir wollen Rechtssicherheit für die VertreterInnen der
Studierenden bei ihrer Arbeit schaffen", erläutert Loske das Vorhaben
der Koalitionsfraktionen.
Das Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit begrüßt
eine baldige Gesetzesänderung der rot-grünen Bundestagsfraktionen.
"Noch immer werden Studierendenvertretungen von KlägerInnen aus dem
rechtskonservativen bis rechtsradikalem Spektrum verklagt, wenn sie sich in
die Auseinandersetzung um Hochschule und Gesellschaft einmischen. Dadurch drohen
den Studierendenvertretungen hohe Geldstrafen, wenn sie sich zum Beispiel gegen
Rechtsextremismus und Rassismus engagieren. Es kann nicht angehen, dass die
Studierenden, der wissenschaftliche Nachwuchs, gezwungen werden zu Rechtsextremismus
und Rassismus in Hochschule zu schweigen und die Augen davor zu verschließen",
so Yvo Schubbe vom Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit. "Wir
versprechen uns von der rot-grünen Gesetzesinitiative, dass die Studierendenvertretungen
zukünftig wieder ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können."
Dieses Anliegen wird auch von den Koalitionsfraktionen unterstützt, bekräftigten
Jörg Tauss und Reinhard Loske.
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